CORPORATE FINANCE
Stand: Januar 2017

In 'Meine Akten' einfügen

CF vom 30.01.2017, Heft 01-02, Seite 30 - 36, CF1226373
Corporate Finance > Kapitalmarkt > Kapitalmarktinstrumente / Contingent Convertible Bond > Aufsatz

Bewertung von CoCo-Bonds – Eine empirische Analyse

Julia Hermann, M.Sc. / Dipl. Math.-Oec. Patrick Eschenburg / Prof. Dr. Christoph Kaserer

Julia Hermann, M.Sc., ist Risikoanalystin im Bereich Investment Risk Services bei der IDS GmbH Analysis and Reporting Services.

Dipl. Math.-Oec. Patrick Eschenburg ist Financial Engineer bei der IDS GmbH – Analysis and Reporting Services.

Prof. Dr. Christoph Kaserer ist Inhaber des Lehrstuhls für Finanzmanagement und Kapitalmärkte der Technischen Universität München.

Um mit der fehlenden regelmäßigen Beobachtbarkeit der Eigenkapitalquote als Hauptpreistreiber von CoCo-Bonds umzugehen, haben sich unterschiedliche Modelle entwickelt. In diesem Beitrag werden zwei Modelle zur Bewertung von CoCo-Bonds empirisch untersucht. Es zeigt sich, dass ihre statistische Genauigkeit durchaus beachtenswert ist, jedenfalls im Vergleich zu bisherigen Ergebnissen in der Literatur.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Bewertungsmodelle
  • III. Empirische Analyse
    • 1. Methodik
    • 2. Ergebnisse
    • 3. Kalibrierungsprobleme
  • IV. Zusammenfassung

I.Einleitung

Contingent Convertible („CoCo“) Bonds sind nachrangige Schuldverschreibungen von Kreditinstituten, die in Aktien umgewandelt oder direkt gegen Verluste verrechnet werden, wenn die Eigenkapitalquote (in den meisten Fällen bezogen auf die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1, CET1) unter einen festgelegten Wert (Trigger) fällt. Obwohl diese Instrumente schon etwas länger bekannt sind, begannen große Banken erst nach der Finanzmarktkrise mit der Emission derselben. Hierfür war nicht zuletzt der regulatorische Druck zur Erhöhung der Kernkapitalquote verantwortlich. CoCo-Bonds dürfen nämlich, sofern sie den Anforderungen des Art. 52 CRR entsprechen, als zusätzliches Kernkapital angerechnet werden. Kreditinstitute können daher mittels dieser Instrumente ihre Kernkapitalquote erhöhen, ohne dass sie dafür ihre Aktionäre verwässern müssen.

Neben einer wachsenden Literatur, die vor allem die Anreizwirkungen dieser Instrumente diskutiert, gibt es mittlerweile auch mehrere Ansätze,

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Top