CORPORATE FINANCE
Stand: Mai 2018

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CF vom 28.05.2018, Heft 05-06, Seite 152 - 160, CF1257336
Corporate Finance > Kapitalmarkt > Kapitalmarktforschung / Aktienmarkt > Aufsatz

„Directors‘ Dealings (m/w)“? Der Einfluss des Geschlechts einer Führungskraft auf die Kapitalmarktperformance in Deutschland

Marc Berninger, M.Sc. / Felicia Müller, B.Sc.

Marc Berninger, M.Sc., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Unternehmensfinanzierung der Technischen Universität Darmstadt. Felicia Müller, B.Sc., ist Masterstudentin an der Technischen Universität Darmstadt.

Der Beitrag untersucht mittels einer Ereignisstudie meldepflichtige Eigengeschäfte weiblicher und männlicher Führungskräfte in Deutschland für die Jahre 2007 bis 2016. Es wird gezeigt, dass der Kapitalmarkt auf Wertpapierkäufe männlicher Führungskräfte unmittelbar signifikant positiv reagiert, während die abnormalen Renditen bei Käufen weiblicher Führungskräfte kurzfristig deutlich geringer und weitgehend insignifikant ausfallen. Auf längere Frist sind die Kursreaktionen bei Wertpapierkäufen von Frauen allerdings deutlich höher als bei denjenigen von Männern. Dies deutet darauf hin, dass durch den Kapitalmarkt Directors‘ Dealings von Frauen allgemein unterschätzt werden.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Hintergrund
    • 1. Stand der geschlechtsspezifischen Forschung im Kapitalmarktbereich
    • 2. Die gesetzliche Regulierung von „Directors‘ Dealings“ in Deutschland
  • III. Empirische Analyse
    • 1. Datensatz
    • 2. Untersuchungsmethodik
    • 3. Ergebnisse
    • 4. Beurteilung und Robustheit der Ergebnisse
  • IV. Fazit

I.Einleitung

Die Bedeutung und der Einfluss geschlechterspezifischer Unterschiede zwischen Männern und Frauen, insbesondere auf Partizipationsmöglichkeiten im Wirtschaftsleben, ist gegenwärtig eine gesellschaftlich wie auch politisch vielfältig diskutierte Fragestellung. Durch aktuelle gesetzgeberische Maßnahmen (wie bspw. die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in bestimmten Aufsichtsräten ) bildet die Frage der Besetzung der Führungsgremien von KapGes. zurzeit einen der Schwerpunkte dieser Diskussion. Evident ist hier der (weiterhin) vergleichsweise geringe Anteil von Frauen in entsprechenden Gremien. Vielfältige Untersuchungen aus dem Bereich der „Gender Studies“ haben sich diesem Sachverhalt angenommen und führen diesen bspw. auf den „Glass Ceiling Effect“ zurück.

Der vorliegende Beitrag nähert sich dieser Thematik aus einer anderen Perspektive: So existieren bislang nur vergleichsweise wenige Studien, die geschlechterspezifische Unterschiede im unmittelbaren Kapitalmarktkontext

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