CORPORATE FINANCE
Stand: Oktober 2007

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FB vom 08.10.2007, Heft 10, Seite 610 - 618, FB0241403
Finanz Betrieb > Märkte > Aufsatz

Exotische Zinsderivate im kommunalen Schuldenmanagement

Eine Analyse der jüngsten CMS-Spread-Ladder-Swap-Geschäfte

Gunnar Stark / Christian Loose

Dr. Gunnar Stark ist Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bank- und Finanzwirtschaft der FernUniversität in Hagen und unterstützt als Fachberater den Geschäftsbereich Public Treasury Management bei Rödl & Partner, Niederlassung Köln. Seine weiteren Arbeitsgebiete sind Privatfinanz und Finanzmärkte.

Christian Loose (Dipl.-Kfm.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bank- und Finanzwirtschaft mit den Themenschwerpunkten Risikomanagement und speziell ABS-Transaktionen.

Für wertvolle Hinweise danken wir einem anonymen Gutachter sowie Univ.-Prof. Dr. Michael Bitz und Prof. Dr. Udo Terstege.

In jüngster Zeit nutzen Kommunen neben Standardswaps vermehrt auch exotische Zinsderivate, z.B. CMS-Spread-Ladder-Swaps. Der Beitrag beinhaltet eine Darstellung der Vertragsmerkmale und eine analytische Behandlung mittels Szenariorechnungen, historischer Simulation und Mark-to-Market-Bewertung.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Vertragsmerkmale des CMS-Spread-Ladder-Swaps
    • 1. Der Zinsswap als Grundstruktur
    • 2. Constant Maturity Swap (CMS)
    • 3. Zusammensetzung von Swap und CMS zum CMS-Spread-Ladder-Swap
  • III. Analyse der Zahlungswirkungen
    • 1. Szenarioanalyse
    • 2. Historische Simulation
    • 3. Qualitative Analyse
  • IV. Bewertung
    • 1. Mark-to-Market
    • 2. Berücksichtigung von Marktunvollkommenheiten und heterogenen Zinserwartungen
  • V. Zusammenfassung

I.Einleitung

In jüngster Zeit schließen Kommunen und gemeinwirtschaftliche Unternehmen vermehrt Zinsderivate ab. Sie beschränken sich hierin nicht auf klassische Zinsswaps, sondern wenden sich zunehmend exotischeren, komplexen Zinsprodukt-Konstruktionen aus den Financial-Engineering-Abteilungen deutscher und internationaler Investmentbanken zu. Hierbei werden diverse Spielarten mannigfach kombinierter Zins- und Währungskursbezüge zu einem Bündel umweltzustandsabhängiger Zahlungspositionen komponiert. Besondere Aufmerksamkeit und wirtschaftliche Bedeutung hat der sog. CMS-Spread-Ladder-Swap (im Folgenden CSL-Swap) erlangt.

Der Beitrag untersucht Motiv und Erfolg seines Einsatzes. In Abschn. II. wird die Vertragsgestaltung eines CSL-Swaps an einem anonymisierten Praxisbeispiel aus einer deutschen Kommune dargestellt. Abschn. III. erläutert anhand zweier Szenarien die Ermittlung der Zahlungsergebnisse dieses CSL-Swaps und erfasst mithilfe einer historischen Simulation, zu welchen Ergebnissen

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