CORPORATE FINANCE
Stand: März 2018

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CF vom 26.03.2018, Heft 03-04, Seite 73 - 79, CF1260610
Corporate Finance > Bewertung > Unternehmensbewertung / Basiszinssatz > Aufsatz

Ungenauigkeit in der Unternehmensbewertung bei Verwendung des Basiszinssatzes gemäß FAUB

Prof. Dr. Björn Christensen / Prof. Dr. Holger Hinz / Dr. Sebastian Vollmer / Dr. Carsten Weimann

Prof. Dr. Björn Christensen, Fachhochschule Kiel, Professur für Mathematik und Statistik am Fachbereich Wirtschaft, und Europa-Universität Flensburg. Prof. Dr. Holger Hinz, Universität Flensburg, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwirtschaft. Dr. Sebastian Vollmer, Syddansk Universitet, Department of Entrepreneurship and Relationship Management. Dr. Carsten Weimann, Unternehmensberater in Hamburg und Lehrbeauftragter an der Universität Flensburg.

Im vorliegenden Beitrag wird die Wirkung eines veränderten Basiszinssatzes auf Unternehmenswerte untersucht. Anstatt des vom FAUB/IDW vorgeschlagenen, durchschnittlichen Dreimonatszinssatzes wird ein genauerer, trendadjustierter Zinssatz verwendet und modellhaft das Ausmaß dieser Veränderung im Bewertungskalkül abgeschätzt. Die Ergebnisse zeigen eine Wirkung von bis zu 5% auf die ermittelten Unternehmenswerte.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Datenbasis
  • III. Analyse
    • 1. Trends
    • 2. Abschätzung der Bewertungsungenauigkeit
  • IV. Zusammenfassung

I.Einleitung

Das IDW empfiehlt in seinen Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen im Rahmen von objektivierten Unternehmensbewertungen den Kapitalisierungszinssatz auf Grundlage des Capital Asset Pricing Model (CAPM) oder des Tax-Capital Asset Pricing Model (Tax-CAPM) zu ermitteln. Der Basiszinssatz als ein Parameter dieses Modellrahmens soll dabei auf Basis des landesüblichen Zinssatzes für eine (quasi) risikofreie Kapitalmarktanlage abgeleitet werden.

Zur Ermittlung des Basiszinssatzes empfiehlt der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW von Zinsstrukturkurven für Staatsanleihen auszugehen. Aus Objektivierungsgründen sollte dabei auf die börsentäglich veröffentlichten Zinsstrukturdaten der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen werden.

Zur Glättung kurzfristiger Marktschwankungen sowie möglicher Schätzfehler sollten nach FAUB nicht allein die zum Bewertungsstichtag geschätzten Zerobondzinssätze, sondern periodenspezifische Durchschnittszinssätze

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